Das Ortseingangstor blüht auf

Finther Bürger legten auf fast 100 Quadratmetern selbst Hand an

MH. FINTHEN
Stolz präsentierten jetzt Ortsvorsteher Herbert Schäfer (CDU) und der Finther CDU-Vorsitzende Marco Müller die neu gestaltete Ortseinfahrt am Katzenberg/Ecke Kurmainzstraße. Das südöstliche Eingangstor des Stadtteils, an dem täglich tausende Autofahrer vorbeibrausen, hat sich binnen sieben Monaten vom Schandfleck zum Blickfang gewandelt.

"In Zeiten knapper städtischer Kassen müssen die Bürger Einsparungen hinnehmen oder Eigeninitiative ergreifen", erklärte Müller. In Absprache mit dem Grünamt entfernten die Christdemokraten jede Menge Gestrüpp und fällten Bäume, die nicht mehr intakt waren. Dafür pflanzten sie eine von Manfred Thöne gespendete Edeltanne, die in der Adventszeit beleuchtet wird.

Laut Schäfer ist der neu arrangierte Grünbereich fast 100 Quadratmeter groß. Zum Bürgersteig hin abgesetzt ist das mit Rosen, Tulpen, Veilchen und Lavendel bepflanzte Areal mit einer etwa 40 Zentimeter hohen Bruchsteinmauer. Die Bepflanzung erfolgte unter der Regie von Wolfgang Mägdefessel, Initiator und Motor der Verschönerungsaktion und Vorsitzender des neu gegründeten Vereins "Schöneres Finthen", der bereits 70 Mitglieder zählt. Die Bewässerung übernimmt die Jugendfeuerwehr. Die Mauer wurde von Laien errichtet. "Aber die haben das gut gemacht", lobte Umweltdezernent Wolfgang Reichel (CDU). "Reptilien haben jetzt einen neuen Lebensraum."

Das kleine Pflaster vor dem Mäuerchen wurde von der Stadt gestiftet und von Auszubildenden des Tiefbauamts verlegt. "Das waren Steinreste, die wir eingelagert hatten", erläuterte Reichel. Auf dem Pflaster ist ein restaurierter Spargelpflug des 19. Jahrhunderts aus dem Privatbesitz von Landwirt Herbert Schäfer montiert.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz, o.D.