Finther verbessern ihr Lebensumfeld

Verein will bei Spargelfest Mitstreiter werben

Von Claudia Becker - FINTHEN
Zur Gründung des Vereins "Schöneres Finthen" haben sich etwa 40 interessierte Bewohner des Stadtteils versammelt. Sie waren damit dem Aufruf von Wolfgang Mägdefessel und Ortsvorsteher Herbert Schäfer (CDU) gefolgt.

Schon seit zwei Jahren bepflanzt und pflegt Wolfgang Mägdefessel in Eigeninitiative einige Verkehrsinseln in Finthen. Um nachhaltig ein schönes und sauberes Ortsbild zu schaffen, forderte er seine Mitbürger jetzt zu mehr Engagement auf, auch vor dem Hintergrund der städtischen Finanzsituation. "Finthen ist zwar schön, wir wollen es aber noch schöner machen", sagte Mägdefessel. Damit stieß er auf regen Zuspruch und großen Tatendrang unter den Finthern. Es sei ihm außerdem besonders wichtig, dass der Verein überparteilich auftrete. "Jeder soll helfen könne, Finthen noch schöner zu machen", betonte er.

Einstimmig wurde Mägdefessel schließlich zum ersten Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Reinhard Hahner. René Hubrath wurde zum Schriftführer und Klaus Pfeifer zum Schatzmeister des neu gegründeten Vereins bestimmt. Beisitzer sind Ralph Steffens, Paul Neugebauer und Ingrid Eßwein.

Neben der Gestaltung und Pflege von Grünanlagen möchte der Verein auch die Denkmalpflege fördern und das Ortsbild Finthens erhalten und verbessern. Außerdem möchen die neuen Mitglieder sich für die Sicherheit und Sauberkeit von Spielplätzen und Sportanlagen engagieren.

Es gibt an allen Ecken etwas zu tun, darüber waren sich alle einig. Die wichtigste Station für den neuen Verein ist jetzt das Spargelfest Mitte Mai. Zu dessen Auftakt soll ein alter Spargelpflug die neu gestaltete Grünanlage am Katzenberg ergänzen und fortan Bewohner und Besucher der "Spargelmetropole Finthen" am Ortseingang begrüßen. Eine Aufnahme dieses Projekts in ein Prospekt über die sogenannte Spargelroute ist sogar schon geplant.

Zum Spargelfest will der Verein "Schöneres Finthen" die Bürger außerdem an einem Infostand über die Neugründung und weitere geplante Aktivitäten informieren. "Je mehr Menschen mit anpacken, desto mehr können wir erreichen", so Mägdefessel.

Vielerorts sieht es in Finthen derzeit noch katastrophal aus, klang es immer wieder aus den Reihen der Gründungsmitglieder an. Die Straßenbahnhaltestelle sei so ein wunder Punkt genauso wie die Sandkästen der Spielplätze, in denen Eltern immer wieder Glasscherben und anderen Müll entdecken müssen. Mit einfachen Mitteln wie Blumenanlagen, Parkbänken und Hinweisschildern möchte der Verein so bald wie möglich damit beginnen, das Ortsbild zu verschönern.


Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz, Anfang Mai 2004